Bundeskartellamt versendet Entscheidungsentwurf im Rundholzverfahren gegen das Land Baden-Württemberg

Im Verfahren zur Rundholzvermarktung des Landes Baden-Württemberg hat das Bundeskartellamt heute einen Entscheidungsentwurf zur Stellungnahme übersandt. Nach der vorläufigen Auffassung der Behörde stellt die bislang praktizierte, beim Land gebündelte Rundholzvermarktung einen Kartellrechtsverstoß dar.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Wir bewegen uns mit diesem Verfahren im Spannungsfeld zwischen der Bedeutung des Waldes als Natur- und Erholungsraum und seinen wirtschaftlichen Funktionen. Das Kartellrecht greift nicht in die hoheitlichen Aufgaben der Forstverwaltung ein. Als Wettbewerbsbehörde können wir aber auch nicht ausblenden, dass die Holzvermarktung und damit verbundene Dienstleistungen in Deutschland einen Milliardenmarkt bilden, der sich an wettbewerblichen Maßstäben messen lassen muss. Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass dies auch bestens funktionieren kann.“ Weiterlesen

NABU: Verhandlungsergebnis bietet Perspektive für Wald im Land

Kartellamt muss sich aber noch weiter bewegen

Stuttgart – Der NABU freut sich über das von Forstminister Alexander Bonde vorgestellte Verhandlungsergebnis des Ministeriums Ländlicher Raum und Verbraucherschutz (MLR) mit dem Bundeskartellamt. „Es wäre gut, wenn 76 Prozent der Landeswaldfläche weiterhin durch die Landratsämter betreut werden könnten“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann. „Trotz des Frontalangriffs des Bundeskartellamts auf die Forstverwaltungsstrukturen in Baden-Württemberg hat Minister Bonde bislang gut verhandelt.“ Weiterlesen

NABU: „Klage des Holzenergie-Fachverbands gegen FSC völlig daneben“

Holzwirtschaft sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt / Vater der Nachhaltigkeit Carlowitz würde sich im Grabe umdrehen

Stuttgart – Als „reine Effekthascherei und völlig daneben“ kritisiert der NABU Baden-Württemberg die Verfassungsbeschwerde des Holzenergie-Fachverbands Baden-Württemberg (HEF) gegen die anstehende FSC-Zertifizierung des baden-württembergischen Staatswaldes. Bereits der Einladungstext zur morgigen Pressekonferenz dokumentiere, dass es dem HEF offenbar nicht um eine faktenbasierte Diskussion, sondern ganz banal um die Diskreditierung der Waldzertifizierung und des Nachhaltigkeitsgedankens gehe.

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Waldzustandsbericht 2012 – Umweltminister Habeck: „Die Wälder in Schleswig-Holstein sind insgesamt in einem guten Zustand“

DC4300 Digital CameraDer Zustand von Schleswig-Holsteins Wäldern hat sich in diesem Jahr weiter verbessert. Das geht aus dem Waldzustandsbericht hervor, den das Umweltministerium heute (18. Dezember 2012) veröffentlicht hat. Die sogenannte Kronenverlichtung – der Indikator für das Ausmaß der Waldschädigung – ging im Durchschnitt von 20 Prozent im Jahr 2011 auf 16 Prozent zurück. Die Bäume verloren also weniger Blätter oder Nadeln als im Vorjahr. Damit hat sich der Zustand der Wälder seit 2004, wo mit 24 Prozent das höchste Kronenverlichtungsniveau des gesamten Beobachtungszeitraums gemessen wurde, kontinuierlich verbessert. „Den Wäldern in Schleswig-Holstein geht es insgesamt gut. Wir müssen uns aber weiterhin anstrengen, um sie gesund zu halten“, sagte Umweltminister Robert Habeck.
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Holz in Folie gepackt – Versuch zur Konservierung von Rohholz im Forstamt Saupark

(Springe) Für Waldbesucher in der Försterei Osterwald bietet sich an manchen Stellen ein ungewöhnliches Bild: Hier wurden riesige Polter aus sägefähigem Fichtenrundholz mit Folien abgedeckt, um sie hier für mehrere Jahre ohne Wertverlust lagern zu können. Diesen Versuch starteten die Niedersächsischen Landesforsten in Zusammenarbeit mit der Firma „wood-packer“ aus Freiburg. Das Lagern von Holz im Wald über mehrere Jahre kommt zum Tragen nach großen Schadensereignissen wie dem Jahrhundertsturm „Quimburga“ im Jahre 1972 oder dem „Kyrill“-Sturm von 2007. In solchen Fällen kann die Holzindustrie Mengen, die oft das Vielfache eines normalen Jahreseinschlages ausmachen, nicht aufnehmen, in der Folge droht ein rapider Preisverfall auf dem Holzmarkt.

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Naturnahe Waldwirtschaft im Staatswald – Umweltministerin Rehlinger bei der Holzernte

Aktuell ist wieder die Jahreszeit, in der verstärkt Bäume im Wald eingeschlagen und über die Waldwirtschaftswege abtransportiert werden. Dies bedeutet für die Waldbesucher und auch Wald-Anlieger unter Umständen Lärm und Beeinträchtigungen, weil beispielsweise Wege gesperrt oder schlecht passierbar sind. „Ich bitte um Verständnis für diese Maßnahmen. In einigen Wochen sind die Arbeiten weitgehend beendet, und es kehrt wieder Ruhe im Wald ein“, so Umweltministerin Anke Rehlinger.

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Stellungnahme von Pollmeier zur Werksschließung in Malchow

Mit dieser Stellungnahme reagieren wir auf die Aussagen von Herrn Minister Dr. Till Backhaus – und konkretisieren ausführlich die Gründe für die Stilllegung unseres Sägewerksstandorts in Malchow/Mecklenburg-Vorpommern.
Unsere Pressemeldung „Schlechte Rundholzversorgung führt zur Schließung des Pollmeier-Sägewerks Malchow“ vom 11.10.2011 hatten wir bewusst weitgehend neutral formuliert, um auf der einen Seite Schuldzuweisungen zu vermeiden, auf der anderen Seite aber vor allem nicht dem Vorwurf zu unterliegen, mit der für alle betroffenen Mitarbeiter mit persönlichen Einschnitten verbundenen Werksschließung zu polemisieren, um eigene Interessen in den Vordergrund zu spielen.

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Backhaus weist Vorwürfe von Sägewerksbetreiber entschieden zurück

Die Unterstellung, die unzureichende Bereitstellung von Buchenstammholz durch die Landesforst sei mitverantwortlich für die Schließung des Sägewerkes der Firma Pollmeier am Standort Malchow, weist Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus entschieden zurück.  „Dem Unternehmen war bereits vor der Ansiedlung in Malchow bekannt, dass die Jahreseinschnittskapazität von 200.000 fm Buchenstammholz pro Jahr weit über dem nachhaltigen Aufkommen des gesamten Landes Mecklenburg-Vorpommern liegt. Zudem gehört etwa nur die Hälfte der Gesamtwaldfläche in M-V zur Landesforst“, so Backhaus. Weiterlesen

65. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins

Größte forstliche Tagung im Internationalen Jahr der Wälder 2011 in Aachen

Informationen rund um den Wald in der Aachener Innenstadt

Vom 21. bis 25. September lädt der Deutsche Forstverein (DVF) zu seiner 65. Jahrestagung in Aachen ein. Es werden mehr als 1000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet. Unter dem Motto „Wir sind Wald!“ diskutieren Förster mit Vertretern der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft über die Zukunft des Waldes z.B.:

  • Welche Chancen und welche Risiken birgt die Energiewende für den Wald und für die Forstwirtschaft? Kann der deutsche Wald den neuen „Holzhunger“ stillen?
  • Der Förster der Zukunft – Ökosystemmanager oder Rohstofflieferant?
  • Die regionalen und globalen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald.

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Kommunen und Gewerbe sparen mit Holzpellets

11. Industrieforum auf der Interpellets 2011 am 4/5.10.2011 in Stuttgart

Immer mehr Schulen, Krankenhäuser, Sporthallen oder Gewerbebetriebe werden mit Pellets geheizt. Je nach Größe der Anlage sparen die Betreiber dadurch mehrere Tausend Euro Brennstoffkosten pro Jahr. Das 11. Industrieforum Pellets und die Interpellets 2011 informieren Kommunen und Gewerbebetriebe, die auf Pellets umsteigen möchten.

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