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Landkreistag weist Vorwürfe von Minister Hauk zur Forstbewirtschaftung energisch zurück

Eingetragen in Forst von admin am April 5th, 2007

Hauptgeschäftsführer Trumpp: “Landkreise haben bessere Preise und hohe Erlöse erzielt!”
Stuttgart. Der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Eberhard Trumpp hat die Vorwürfe von Minister Hauk im Zusammenhang mit den Holzerlösen im Staatswald energisch zurückgewiesen. Minister Hauk hatte vor allem die neuen Strukturen seit der Verwaltungsreform mit der Zuständigkeit der Landkreise als Ursache für nicht optimale Vermarktungsergebnisse verantwortlich gemacht.

“Diese Behauptung ist schlicht falsch. Die Landkreise haben 2006 und 2005 hervorragende Erlöse bei der Holzvermarktung erzielt. Die Steigerungsraten liegen landesweit oft über 20 %.” Trumpp zeigte sich sehr erstaunt über die Vorwürfe des Ministers. Insbesondere fordert er eine übergeordnete Betrachtung der Waldbewirtschaftung: “Es irritiert schon sehr, wenn ein Landesminister nur den eigenen Staatswald im Auge hat – die Forstverwaltung müsse sich auch künftig als Einheitsforstverwaltung verstehen, also auch die Belange von Kommunal- und Privatwald berücksichtigen, denn dies sei gerade die besondere Stärke der Forstverwaltung in Baden-Württemberg.

Trumpp nannte als Beispiele für hervorragende Holzerlöse die Landkreise Freudenstadt, Calw und Ostalbkreis (Aalen). Dort seien die Ergebnisse 2006 nochmals eklatant gegenüber 2005 gestiegen. In Freudenstadt wurden 2006 11,3 Mio Euro erzielt (2005 9,2 Mio. Euro, Steigerungsrate 22,4 %), in Calw seien 9,1 Mio Euro eingenommen worden (2005 6,7 Mio. Euro, Steigerungsrate 35 %) und im Ostalbkreis 11,3 Mio Euro (2005 8,8 Mio Euro, Steigerungsrate 28,2 %). “Diese Kreisergebnisse sind durchaus repräsentativ für das ganze Land”, sagte Trumpp.

Landrat Dombrowsky (Freudenstadt) der Sprecher der Landräte für diesen Bereich im Rahmen der Evaluierung der Verwaltungsreform, bekräftigt diese Haltung. “Es ist mehr als unerfreulich, dass die Verwaltungsreform im Forstbereich auf diese Art und Weise schlecht geredet wird. Die Forstverwaltung, Forstbeamten und Waldarbeiter vor Ort haben hervorragende Arbeit geleistet!” Dombrowsky weist darauf hin, dass beispielsweise in seinem Landkreis erheblich höhere Preise erzielt werden konnten als bei der zentralen Holzvermarktung, für die sich wie früher das Land die Bewirtschaftung vorbehalten hat. Pro Festmeter hätte der Landkreis Freudenstadt zwischen 3 und 7 Euro höhere Preise erzielt als das Land bei der zentralen Holzvermarktung.

Hauptgeschäftsführer Trumpp stellte nochmals klar, dass sich die Einrichtung zentraler Kreisforstämter sowie die Neuorganisation der Forstbetriebsleitungen und der Forstreviere in den Landkrei-sen bewährt habe: “Durch die Schaffung größerer Betriebseinheiten, insbesondere im Bereich der Holzvermarktung, sind Rationalisierungseffekte aufgrund eines vergrößerten Angebotsvolumens mit größeren Verkaufseinheiten eingetreten. Der Einsatz vorhandener Kapazitäten konnte so besser gesteuert werden. “

Dass dies durchaus auch von anderen Verantwortlichen beim Land so gesehen werde belegt Trumpp durch ein Zitat von Landesforstpräsident Dr. Wangler im Planungsbrief für 2007: “Vor diesem Hintergrund schließt der jährliche Controllingprozess 2005 mit einem hervorragenden Ergebnis ab. Das Ergebnis zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Organisationsebenen der Lan-desforstverwaltung auch nach der Verwaltungsreform erfolgreich funktionierte und auf allen Ebenen motiviert sehr gute Arbeit geleistet wurde.“

Pressemitteilung des Landkreistags Baden-Württemberg
Stuttgart, den 05.04.2007

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Eingetragen in Allgemein von admin am April 4th, 2007

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